Umdenken in der Wirtschaft

Wenig spektakulär präsentiert sich das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie von außen. Der am besten gekleidete Mann Deutschlands soll hier Hausherr sein, jedenfalls noch? Nein, die Idee drängt sich nicht auf. Und auch darauf, dass hier Millionen und Milliarden bewegt werden, kommt man nicht so ohne weiteres.

Das allerdings sollte einen schon interessieren. Denn schließlich geht es hier und im Finanzministerium um Steuergelder oder zumindest um mit Steuern in Verbindung zu bringende Gelder insofern, als ein nicht unerheblicher Teil davon ja noch Schulden sind und diese immer größer werden. Woher soll das Geld kommen?

Der Arbeitsmarkt ist gefragt. Wer mit Personalvermittlung zu tun hat, wird das bestätigen können. Im Hinblick auf die Dimension dieses Themas soll hier vor allen Dingen auf den Schwerpunkt Bildung und Ausbildung eingegangen werden.

Viel zu viele Schul- und insbesondere Hauptschulabgänger müssen von vornherein davon ausgehen, dass keiner sie wird haben wollen, trotz guter Abschlusszeugnisse. Auch das weiß die Personalvermittlung. Die meisten von ihnen und die wenigsten anderen haben in der Schule irgendetwas über Betriebswirtschaft gelernt und bestenfalls wenig über Volkswirtschaft.

Spätestens in der Vorschule, bzw. im Vorschulalter, sollte klar sein, dass Geld erst einmal verdient werden muss. Hätte eine Personalvermittlung hierfür qualifizierte Kräfte, dann dürfte es keine Probleme mit der Personalvermittlung geben. Auch im weiteren Ausbildungsverlauf müsste vermittelt werden wie zum Beispiel ein Betrieb funktioniert. Arbeitsrecht, Teamwork und Interaktion sollten nicht fehlen. Höchste Zeit, in diesen Lehr-Beruf zu investieren.

Was ist die richtige Form der Personalvermittlung für wen? Personalvermittlung durch Personaldienstleister, z.B. für die zunehmend gefragten Ingenieurdienstleister, Personalvermittlung in Form eines Zeitarbeitsangebots, evtl. im Ausland, oder als Saisonarbeitskraft beispielsweise im Weinbau, Personalvermittlung im Internet – was eignet sich für wen? Und diese Fragestellung betrifft sowohl den Arbeitgeber, wie auch den Vermittler und denjenigen, der Arbeit sucht. Sicherlich kann beim Arbeitnehmerüberlassungsgesetz noch einiges verbessert werden.

Klar sein muss aber auch, dass die Branche der Personaldienstleister – und Zeitarbeitsvermittlung gehört dazu – sehr schnell wächst. Vom Arbeitsmarkt her besteht also in diesem Bereich Nachfrage. Fachkräfte werden in Wirtschaft und Verwaltung gebraucht. Neue Denkansätze müssen realisiert werden, in der Ausbildung für jeden wie auch bei der Verbesserung von Arbeitsbedingungen, bzw. -gesetzen.

Damit der Arbeitsmarkt seine Möglichkeiten besser nutzen kann, ist hier für dringender Handlungsbedarf gegeben – mit der Bildungspolitik und für Wirtschaftskreisläufe und Finanzwirtschaft.