Risikomanagement

Das bewusste Abwägen von Chancen und Risiken innerhalb der Unternehmungsplanung ist Aufgabe des Risikomanagements. Unter Beachtung und Bewertung der Zielsetzungen des Unternehmens werden damit in Beziehung stehende Ereignisse, Maßnahmen und Veränderungen evaluiert, um bestmögliche Entscheidungen im Sinne des Unternehmens treffen zu können.

Im Zeitalter der Globalisierung und der damit verbunden wirtschaftliche, internationale  Zusammenarbeit ist das Risikopotential erhöht. Daher ist ein erfolgreiches, gezieltes, umsichtiges Risikomanagement äußerst wichtig, potentielle Gefahren abzusehen und steuerbar werden zu lassen.

Vor allem auch für Unternehmensgründer ist es von äußerster Wichtigkeit, mögliche Risiken nicht einfach zu ignorieren, sondern sie möglichst zu minimieren. Natürlich gibt es auch unvorhersehbare Dinge, die nicht im Risikomanagement bedacht werden können. Dennoch ist es für ein Unternehmen unabdingbar, sich mit etwaigen Risiken zu beschäftigen, um sich über ihre Ausmaße bewusst zu werden.

Als Aufgabe der Unternehmensführung leistet das erfolgreiche Risikomanagement einen entscheidenden Beitrag zur Leistungsverbesserung und Prozessoptimierungen eines Unternehmens. Risikomanagement bedeutet auch, jegliches Gefahrenpotential und sämtliche Eventualitäten unter Einbeziehung der Wahrscheinlichkeitsquote zu sichten.

Der Prozess des Risikomanagements besteht aus verschiedenen Phasen:

  1. Risikoanalyse: Ermittlung der Kosten und Verluste, die durch die potentiellen Risiken entstehen können.  
  2. Risikobewertung: Einschätzung der möglichen Folgen und Restrisiken für das Unternehmen
  3. Risikominimierung: den Einfluss verschiedener Faktoren, die das Risiko bestimmen, so gering wie möglich zu halten 
  4. Risikokontrolle 
  5. Risikoverfolgung: langfristige Verfolgung der Restrisiken 

Weiterhin unterscheidet man verschiedene Strategien zur Risikosteuerung:

  1. Risikovermeidung: Im Vorfeld soll die Gefahr möglich beseitigt werden.
  2. Risikoverminderung: Risikopotentiale sollen ein gesundes Maß annehmen. 
  3. Risikobegrenzung: Hierbei kann man nach Risikodiversifikation (Risikostreuung) und nach Risikolimitierung einteilen. Bei ersterem soll das Gesamtrisiko verringert werden, bei letzterem werden Obergrenzen („Limits“) festgesetzt, die nicht überschritten werden dürfen. 
  4. Risikoüberwälzung: das Risiko wird an Dritte weitergegeben. Das Risiko wechselt den Risikoträger (z.B. Versicherungen)